Erste Schritte mit der Heidelbeere
Blaubeeren, ein Superfood voller Antioxidantien aus unserer Region Nord-Limburg. So gesund, dass wir sie auch einmal probieren möchten.
Die Erzeuger Leon und Anja Schrijnwerkers aus Grubbenvorst richten unseren Gemüsegarten ein. Eine kleine Verkostung bei Schrijnwerkers in Grubbenvorst beweist einmal mehr, wie lecker und gesund Blaubeeren sind. Aber, so betonen die Züchter Anja und Leon, Beeren, die vom eigenen Strauch stammen, schmecken am besten. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und machen uns auf den Weg zum Obst- und Gemüsegarten.
Der richtige Zeit
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen von Blaubeersträuchern ist der Herbst. Sorten, die in unserem Klima am besten gedeihen, wie beispielsweise Northern Highbush Blueberry, benötigen 700 „Chilling Hours”. Das sind Stunden, in denen die Temperatur unter 7 Grad Celsius bleibt. Leon: „Wenn man im Januar im Gewächshaus den Gashahn voll aufdreht, ist das so, als würde man jemanden bitten, nach zwei Stunden Schlaf zu arbeiten. Man ist unglücklich und aus dem Gleichgewicht geraten. Das gilt genauso für die Pflanzen. Sie brauchen ihre Ruhe- und Kältezeiten.”
Boden
Von Natur aus bevorzugt die Heidelbeere sandigen Boden. Wenn Sie ein paar Quadratmeter in Ihrem Gemüsegarten übrig haben, sorgen Sie für luftigen, sandigen Boden, der Wasser gut durchlässt. Allerdings ist der Heidelbeerstrauch wählerisch. Er benötigt außerdem einen Säuregrad von pH 4,5. „Für professionelle Züchter eignet sich dafür am besten Torf aus den baltischen Staaten. Dieser hat eine gute Struktur, sorgt für den richtigen Säuregrad, kompostiert nicht so schnell und lässt Wasser gut durch. Als Verbraucher kann man jedoch auch ganz gut Gartentorf verwenden”, weiß Leon.
Nasse Füße
Die Blaubeersträucher brauchen viel Wasser, aber sie sind keine Sumpfpflanzen. Sie mögen keine nassen Füße. Deshalb verwenden Anja und Leon auf ihrem 24 Hektar großen Grundstück in Grubbenvorst Rücken/Dämme. Diese bestehen aus Weißmoor und kompostierten Holzspänen und sorgen dafür, dass die Pflanzen nicht zu viel Wasser bekommen. In Ihrem Gemüsegarten graben Sie ein Loch von 50 mal 50 Zentimetern. Setzen Sie die Pflanze etwas über dem Boden ein, damit sie keine nassen Füße bekommt. Aber zu wenig Wasser ist auch nicht gut. Fahren Sie in den Urlaub? Dann schenken Sie Ihrer Nachbarin Truus ein Sieb und bitten Sie sie eindringlich, die Sträucher weiterhin zu bewässern.
Kein Garten?
Sie haben keinen malerischen Gemüsegarten? Keine Sorge. Sie können einen Blaubeerstrauch auch gut in einen schönen Topf pflanzen. Achten Sie jedoch auf die richtige Bodenbeschaffenheit (z. B. baltische Torf oder Gartentorf) und sorgen Sie dafür, dass das Wasser abfließen kann. Mit einem schönen Topf haben Sie gleich eine tolle Ergänzung für Ihre Terrasse. Tipp: Düngen Sie die Pflanze einmal im April und einmal im Juni mit einem Esslöffel NPK-Pflanzennahrung.
Früchte pflücken
Halten Sie die Vögel fern und schneiden Sie die Pflanze regelmäßig zurück? Dann können Sie sich 20 bis 25 Jahre lang auf köstliche Blaubeeren aus Ihrem eigenen Garten freuen. Und die sind, wie Anja und Leon aus eigener Erfahrung wissen, am leckersten!
Quelle: Entsprechend
